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     Die letzte Station von LZ 129 "Hindenburg" in Europa
 
Grafik - die Hindenburg über New York
Die Amerikafahrten der Hindenburg
Nachdem LZ 129 "Hindenburg" am 4. März 1936 in Dienst gestellt wurde, absolvierte die Hindenburg zehn Fahrten nach Süd- und Nordamerika. Vor der Explosion absolvierte das Schiff insgesamt 63 Fahrten von ca. 337.000 Kilomtern zurück. Die Fahrt mit dem modernsten Transportmittel der Welt kostete 1935 ca. 400,- - 450,- $. Dies entspricht heute ca. 9000,- €. Dafür wurde der Reisende mit großem Luxus verwöhnt. Auf der zweitägigen Überfahrt, die mit ca. 140 km/h statt fand, werden die Reisenden mit großem Luxus verwöhnt.
Für Anfang Mai 1937 war für LZ 129 "Hindenburg" eine Deutschlandfahrt geplant. Wegen des schlechten Wetters wurde dieser Flug aber aufgegeben. Die für diese Fahrt geplanten Postabwürf konnte deshalb nicht statt finden. Statt dessen wurde eine Amerikafahrt von Frankfurt über Köln nach Lakehurst geplant und die Post auf dieser Fahrt in Köln abgeworfen. Die letzte Station der Hindenburg in Europa war also der Kölner Flughafen Butzweilerhof.


Die letzte Station der Hindenburg - Poststation Köln Butzweilerhof



 
   
Am 3. Mai 1937, zwei Tage vor der Explosion, startete die Hindenburg Abends um 20:15 Uhr von Frankfurt und war auf dem Weg in die USA nach Lakehurst. Mit an Bord waren Säcke mit Luftpost, die in Frankfurt eingeworfen und abgestempelt wurden. Die Passagiere und die Besatzung, die in diese Katastrophe fuhren, sind in anderen Webseiten, Dokumentationen sowie Spielfilmen ausführlich behandelt worden.
2010 wurde im MMC-Studio "Coloneum" Köln-Ossendorf, dass sich auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens befindet und somit am Ort der letzten Station der Hindenburg in Europa, für einen Kölner Privatsender der Spielfilm "Hindenburg" gedreht.

Schon früher war die Hindenburg über Köln gekreuzt und hatte viele Schaulustige angezogen.
Allerdings war dieser außer- planmäßige Aufenthalt in Köln am 3.5.37 nicht bekannt und fand außerdem Nachts statt. Deshalb gibt es keine Dokumente, Fotos oder andere Erinnerungen. Auch in der Fachliteratur sind kaum Hinweise zu finden. Die einzigen Hinweise sind Briefe und Postkarten mit dem Poststempel von Köln.
3D-Animation der Hindenburg über dem Butzweilerhof
in der Nacht des 3. Mai 1937.
Die Hindenburg an ihrem Liegeplatz in Frankfurt. Die Passagiere sowie Besucher bewundern die Größe des Luftschiffs.
  

 
Augenzeugen
 
Heribert Suntrop (Chronist der Kölner Luftfahrt), damals 11 Jahre alt, wollte zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder Gerd die Überfahrt der "Hindenburg" vom Park "Alhambra" (Innere Kanalstraße / Ecke Merheimer-straße) beobachten. Da es wegen der Verspätung der "Hindenburg" aber zu spät wurde, ordnete sein Vater die Heimfahrt an. Als Heribert Suntrop zu Hause (Wickrather Str. ) dann im Bett lag, hörte er spät Abends das sonore Brummen der Motoren.



Beide Zeitzeugen erklären unabhängig voneinander, dass die jeweiligen Überfahrten in den Tageszeitungen und im Rundfunk angekündigt wurden.
Überflug der Hindenburg bei Nacht
Fast zur gleichen Zeit wurde Ernst Schröder (Pilot der Fw 190 "Kölle Alaaf"), damals 15 Jahre alt, in Weidenpesch durch das Brummen der Motoren geweckt. Da er schon sehr früh ein großes Interesse an Luftfahrtechnik hatte, stand er auf und sah durch sein Fenster in der Niebelungensiedlung in Weidenpesch die "Hindenburg" in einer Höhe von ca. 1000 - 1200 ft in Süd-Nord-Richtung über dem Butzweilerhof stehen. Er beobachtete wie im Lichtkegel eines Landescheinwerfers Postsäcke an Fallschirmen abgeworfen wurden. Nach einiger Zeit wurden die Scheinwerfer ausgeschaltet (wahrscheinlich um dem Personal des Butzweilerhofs die Gelegenheit zu geben die Postsäcke im Dunkeln zu finden), die Motoren wurden hochgefahren und die Hindenburg nahm Kurs Lakehurst.
"Unser grosser Scheinwerfer leuchtet taghell die Gegend unter uns ab, ganze Dörfer sind taghell beleuchtet, wir fahren etwa 100-150 Meter hoch, man kann also alle genau sehen. Ich glaube bestimmt, wir haben manchmal störend gewirkt wenn so ein verliebtes Päerchen im Dunkeln auf einer verschwiegenen Bank saß und es wurde plötzlich so hell!! Na es hat nicht lange gedauert. Schon ist unter uns der Rhein als mattschimmerndes Band zu erkennen und gleich darauf ist schon Köln in Sicht, der Flugplatz ist schön rot beleuchtet, fast sieht es aus wie eine italienische Nacht. Eben kommt der Maschinentelegraf auf "langsam". Ich bringe den Gashebel auf "Stopp" und halte die Maschine auf der niedrigsten Drehzahl. Die Post vom 1. Mai wird abgeworfen, es sollte die letzte sein. Nun aber rasch wieder auf "Marsch", schnell nimmt das Schiff an Fahrt zu, überfährt Bergen op Zoom Holland und biegt gegen Ende meiner Wache etwa 10.30 Uhr in den Kanal ein."


Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Tagebuchnotiz des Mechanikers Theodor Ritter, der den Anflug auf Köln und den Flughafen Butzweilerhof nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus wie folgt beschreibt:
 

Der Text wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Patrick Russell
- http://facesofthehindenburg.blogspot.de/
 

  
Luftpost
 
Auf Grund schlechten Wetters fand die geplante Deutschlandfahrt nicht statt. Statt dessen wurde eine Fahrt nach Amerika geplant. Deshalb erhielten Postsendungen neben dem Bestätigungsstempel "Wegen Ausfall der Deutschlandfahrt Postabwurf bei Nordamerikafahrt" und den Bordstempel "Luftschiff Hindenburg Deutschlandfahrt 1.Mai 1937". Da die Post ursprünglich in Deutschland verteilt werden sollte, was jetzt ja nicht mehr möglich war, wurde die gesamte, für Deutschland bestimmte Post, über dem Kölner Flughafen am Butzweilerhof abgeworfen.

 
 
Luftpost LZ 129 Hindenburg Abwurf in Köln
Trotz Nachforschungen in den drei Luftschiffmuseen Zeppelinheim, Meersburg und Friedrichhafen konnten keine Dokumente wie z. B. Flugpläne usw. gefunden werden. Begründet wurde dies damit, das im Krieg viele Dokumente verbrannt sind. Ich habe zur Bestätigung dieses Ereignisses nur die Aussagen von zwei Zeitzeugen sowie die Poststempel der Briefe die in dieser Nacht (23:00 - 00:00 Uhr) in der Poststelle Flughafen Köln Butzweilerhof abgestempelt wurden. Diese Briefe und Postkarten tragen die Stempel: "Luftschiff Hindenburg - Deutschlandfahrt - Am 1. Mai 1937", "Wegen Ausfalls der Deutschlandfahrt Postabwurf bei Nordamerikafahrt" sowie den Poststempeln "Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main -1.5.1937. -5" und "Köln -3.5.37. -24". Sollte jemand entsprechende Dokumente kennen, würde ich mich über eine Benachrichtigung sehr freuen.

Interessant ist die hier abgebildete Postkarte des Franz Hock. Dieser Franz Hock schreibt:
"Aus luftiger Höhe sendet Dir freundliche Grüße! Dein alter Luftspezi. Franz An Bord des L.S: Hindenburg". Also muss dieser Franz Hock ein Passagier auf der verhängnisvollen Fahrt gewesen sein. Allerdings taucht sein Name nicht auf der Passagierliste von LZ 129 "Hindenburg" auf. Auf Grund der extrem hohen Standarts und Reisebedingungen sowie der genauen Umstände der Katastrophe konnte es sich nicht um einen "vergessenen" Passagier handeln. Oder war es vielleicht ein Beamter des III. Reichs der nicht auffallen durfte/sollte und "nebenbei"  Privatpost abschickte?
 
Luftpost des Passagiers Hock der HindenburgLuftpost Hindenburg Passagier



















Des Rätsels Lösung war einfach. Damals habe Sammler Brief und Karten per Luftpost an nicht vorhandene Adressen geschickt. Da die Sendung nicht zustellbar war, wurde sie zurück geschickt. Der Absender erhielt so eine komplette Sammlung aller Stempel einer Fahrt.
    

 
Farbfotos der Innenräume der Hindenburg 
 
Das Promenadendeck der Hindenburg Das Promenadendeck der Hindenburg
Das Promenadendeck der HindenburgDas Promenadendeck der Hindenburg 

Das Promenadendeck befand sich auf der Steuerbordseite in gleicher Höhe wie die Kabinen und der Speisesaal.













Der Rauchsalon der Hindenburg






Der Rauchsalon der Hindenburg





 Doppelkabine der HindenburgDer Speisesaal der Hindenburg














Der Speisesaal der Hindenburg
   

 
Die Amerikafahrt der Hindenburg am 3. Mai 1937 
 
Bei der Amerikafahrt vom 3.Mai 1937 handelte es sich um eine Routinefahrt : Über die Ursache der Explosion gibt es umfangreiches Material von Verschwörungstheorien eines Bombenanschlags bis hin zu wissenschaftlichen Untersuchungen die einen undichten Wasserstofftank und statische Elektrezität untersuchen. Deshalb empfehle ich jedem, der an diesem Thema interessiert ist, sich dort zu informieren.  Hier möchte ich zum Abschluss nur ein paar Bilder sowie das emotionale Interview von Herb Morrison wiedergeben.
 
LZ 129 Hindenburg über New York

LZ 129 Hindenburg über New York
 
Die Hindenburg verbrenntDie Hindenburg verbrennt"Get out of the way, please, oh, my, this is terrible, oh, my, get out of the way, please! It is burning, burst into flames and is falling on the mooring mast and all the folks we...this is one of the worst catastrophes in the world !..."
Radioreporter Herb Morrison

Diese Livereportage von Herb Morrison ist in die Geschichte eingegangen und kann unter der folgenden Adresse angehört werden:
http://www.eyewitnesstohistory.com/vohind.htm
 
 
Weitere Filme der Hindenburg finden Sie der Webseite youtube.com und auf dieser Seite: www.signalalpha.com/html/historical_audio___video.html
 

 
Die Passagiere der Hindenburg auf der Webseite "Faces of the Hindenburg"
Auf dieser empfehlenswerten Seite "Faces of the Hindenburg" wird über das Schicksal der einzelnen Passagiere berichtet. Jeder, der sich mit Geschichte befasst, ahnt, wieviel Arbeit in dieser Seite steckt. http://facesofthehindenburg.blogspot.de/
  

 
Die Tage danach
Zeitungsmeldung der Hindenburg über den Verlust der Besatzung und Passagiere
Lesen Sie hier die Ausgabe der "Hamburger Nachrichten" vom 7. und 8. Mai 1937. Um die Zeitungen zu lesen klicken Sie bitte auf den gewünschten Artikel.







Hamburger Nachrichten


LZ "Hindenburg" durch Explosion zerstört

Absturz in Lakehurst

Trauerbeflaggung in Hamburg

Hamburgs Beileid

36 Fahrgäste des Luftschiffes "Hindenburg"

Über den Trümmern von Lakehurst:
Luftschiff marsch!


Deutsche Untersuchungskommision fährt nach Lakehurst

"Graf Zeppelin" in der Nähe der Kanarischen Inseln
Hamburger Nachrichten

Im Gewittersturm

Im Bruchteil von Sekunden ein Flammenmeer

Größte Bestürzung in New York

"Erziehungsdirektor" im Priesterrock

Das war Luftschiff "Hindenburg"

Starke Anteilnahme des Auslandes

500 Tote, über 1500 Verwundete in Barcelona

Jolle mit sieben Kindern vor Övelgönne gekentert

Fahrt des Führers durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal

Der Führer dankt für die Anteilnahme Roosevelts

200 Aufständige an der indischen Nordwestgrenze getötet.

Burgfriede auf brüchiger Grundlage

Eisenbahnunglück in Kanada

24000 Morgen werden entwässert
 
Hamburger Nachrichten zum Absturz von LZ 129 HindenburgHamburger Nachrichten

Ueberlebende berichten über die Luftschiffkatastrophe

Kapitän Lehmann +

Minuten des Schreckens

Kapitän Pruß Befinden gebessert

Gerette Passagiere äußern sich
ü ber das Unglück

Der Sprung aus dem brennenden Luftschiff

Rosendahls Berichte über das Unglück

Großzügiges Hilfswerk der Deutsch-Amerikaner

Ein wichtiges Dokument über die Katastrophe
 
Hamburger Nachrichten zum Absturz des Luftschiffs Hindenburg Wieder ans Werk

John Bannes ein Opfer der Katastrophe

Das Schicksal der ersten
Zeppelin-Stewardeß

Dank für die Hilfeleistung an Amerika

Sammlung für einen Zeppelin-Neubau

Ein alter Luftschiffer erzählt

Standortmeldung des Luftschiffes
"Graf Zeppelin"

Das große Opfer verpflichtet zu neuer Anstrengung

Ein erschütterndes Bild

Rom bricht die Pressebeziehung zu England ab

Dokument deutscher Lebenskraft

Polizei und SS wachen zusammen

Juden deutscher Staatsangehörigkeit erhalten kein Doktordiplom mehr

Raubritter des Meeres
   

 
Im Verhältnis zu anderen Katastrophen wie z. B. der Untergang der Titanic (1504 Tote), der "Steuben" (ca. 4000 Tote), der "Goya" (ca. 7000 Tote) oder der Wilhelm Gustloff (ca. 9300 Tote), kamen bei der Tragödie der Hindeburg "nur" 36 Menschen ums Leben. Trotzdem geht von dieser Katastrophe eine Faszination aus. Anders kann eine so intensive Behandlung des Untergangs der Hindenburg in vielen Büchern und auf vielen Webseiten nicht erklärt werden. Wie die Schwesterschiffe der Hindenburg abgewrackt wurden findet man heute nur noch auf wenigen Seiten.
 
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